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14. Juli 2026Beim Zukunftstag von juwent an der Gesamtschule Hiesfeld ging es für die Schüler:innen der 9. Klassen um mehr als die
klassische Frage nach dem späteren Beruf. Im Mittelpunkt stand die vielleicht viel wichtigere Frage: Wie möchte ich eigentlich
einmal leben?
Was willst du später einmal machen? Diese Frage kennen Jugendliche gut. Ausbildung, Studium, Beruf – oft beginnt die Beschäftigung mit der eigenen Zukunft genau dort. Beim Zukunftstag von juwent an der Gesamtschule Hiesfeld wurde der Blick bewusst weiter gefasst.
Die Schüler:innen beschäftigten sich mit ihren persönlichen Stärken, Interessen und Werten, aber auch mit ihren Wünschen
und Vorstellungen für das eigene Leben. Was ist mir wirklich wichtig? Was begeistert mich? Was möchte ich einmal erreicht
haben? Und wie soll mein Leben in einigen Jahren aussehen? Dass solche Fragen im Schulalltag nicht selbstverständlich sind,
zeigte die Reaktion einer Schülerin: „Mit sowas habe ich mich vorher noch nie beschäftigt.“
Genau darum ging es an diesem Tag. Nicht darum, am Ende einen fertigen Lebensplan oder einen bestimmten Beruf auf ein
Blatt Papier zu schreiben. Stattdessen sollten die Jugendlichen den Raum bekommen, über ihre eigene Zukunft nachzudenken
– ohne den Anspruch, bereits auf alles eine Antwort haben zu müssen.
Denn bevor die Frage gestellt wird, „Was möchtest du einmal werden?“, lohnt sich eine andere Perspektive: „Wer möchtest du
einmal sein?“ Im Laufe des Zukunftstages entstanden so ganz unterschiedliche Vorstellungen. Die Schüler:innen setzten sich
damit auseinander, was sie ausmacht, welche Wünsche sie vielleicht schon lange mit sich tragen und welche Möglichkeiten
es für ihre Zukunft geben könnte. Dabei wurde deutlich: Zukunft bedeutet nicht nur Berufswahl. Sie umfasst ebenso persönliche
Ziele, Beziehungen, Lebensorte, Erfahrungen, Werte und die Frage danach, was ein gutes Leben für die einzelne Person
eigentlich ausmacht.
Juwent möchte junge Menschen dabei unterstützen, diese Gedanken ernst zu nehmen und aus ersten Ideen konkrete
Perspektiven entstehen zu lassen. Nicht, indem ihnen ein bestimmter Weg vorgegeben wird, sondern indem sie ermutigt
werden, ihren eigenen zu entdecken. Am Ende des Tages stand deshalb weniger eine fertige Antwort als vielmehr ein neuer Blick nach vorne. Vielleicht auch die Erkenntnis, dass Zukunft nichts ist, was irgendwann einfach
passiert – sondern etwas, das man selbst mitgestalten kann.
Oder, wie das Motto des Tages es auf den Punkt bringt:
„Zukunft wird aus Mut gemacht.“













